Die elektronische Identifizierung beschränkt sich nicht mehr nur darauf, einem Tier eine Nummer zuzuordnen. In modernen Rinderbetrieben kann eine RFID-Ohrmarke jedes einzelne Tier mit seiner Gewichtsentwicklung, seinen medizinischen Behandlungen, seinen Zuchtdaten, seinen Verbringungen und seinen Leistungsdaten verknüpfen.
Gallagher, ein 1938 gegründetes neuseeländisches Agrartechnologieunternehmen, bietet ein Ökosystem an, das elektronische Identifikationslesegeräte, Wiegegeräte für Nutztiere und Software für das Tiermanagement miteinander verbindet. Seine Lösungen für das Rindermanagement werden eingesetzt, um EID-Nummern zu erfassen und diese Nummern mit den Daten einzelner Tiere zu verknüpfen.
Dies wirft für Rinderzüchter, Händler von Viehzuchtbedarf und Anbieter von RFID-Ohrmarken eine wichtige Kaufentscheidung auf:
Kann eine RFID-Ohrmarke eines Drittanbieters mit den Lesegeräten, Waagen und der Viehmanagement-Software von Gallagher verwendet werden?
In vielen Fällen lautet die Antwort „Ja“ – vorausgesetzt, der Tag verwendet die richtige Frequenz, das richtige Protokoll und das richtige Identifikationsformat.
Technische Lesbarkeit, Softwarekompatibilität und behördliche Zulassung sind jedoch getrennte Themen. Eine Ohrmarke kann zwar mit Geräten von Gallagher gelesen werden, ohne dass sie offiziell für die Verwendung im Rahmen eines nationalen Programms zur Rückverfolgbarkeit von Nutztieren zugelassen ist.
In diesem Leitfaden wird erläutert, wie die Kompatibilität funktioniert und was vor der Bestellung von EID-Ohrmarken für Rinder in großen Mengen überprüft werden sollte.
Was ist das Gallagher-Ökosystem für die Rinderhaltung?
Gallagher Animal Management ist ein in Neuseeland ansässiger Anbieter von Produkten für Elektrozäune, die Gewichtsbestimmung von Nutztieren, die elektronische Kennzeichnung sowie das Datenmanagement in landwirtschaftlichen Betrieben.
Das Ökosystem zur Rinderidentifizierung und Leistungssteuerung kann Folgendes umfassen:
- Elektronische Ohrmarken für Rinder
- Tragbare EID-Lesegeräte
- Fest installierte EID-Antennenpaneele
- Waagen für Nutztiere
- Laststangen und Wägeplattformen
- Zieh- und Sortiersysteme
- Mobile Anwendungen
- Webbasierte Software zur Tierverwaltung
Die aktuelle „Animal Performance“-Plattform von Gallagher wurde entwickelt, um Daten zur Tierkennzeichnung, zum Gewicht und zur Bestandsführung zusammenzuführen. Landwirte können das System nutzen, um sowohl einzelne Tiere als auch allgemeine Trends innerhalb des Bestands zu überwachen.
Entscheidend ist, dass die RFID-Ohrmarke nicht direkt mit der Software kommuniziert.
Der normale Datenpfad lautet:
RFID-Ohrmarke für Rinder → EID-Lesegerät oder Waage → Tierdaten → Gallagher Animal Performance-Software
Das Verständnis dieses Datenflusses erleichtert die Beurteilung der Kompatibilität.
Was bedeutet “kompatibel mit Gallagher” eigentlich?
Der Ausdruck “mit Gallagher kompatibel” kann sich auf verschiedene Dinge beziehen.
1. Das Gallagher-Lesegerät kann die RFID-Ohrmarke erkennen
Das Lesegerät muss die Betriebsfrequenz und das Kommunikationsprotokoll des Tags unterstützen.
Für die meisten EID-Systeme für Rinder bedeutet dies einen Niederfrequenz-Transponder, der bei etwa 134,2 kHz arbeitet und den einschlägigen ISO-Normen zur Tierkennzeichnung entspricht.
2. Der Leser erhält eine gültige elektronische Identifikationsnummer
Das Etikett muss eine korrekt kodierte und eindeutige Tierkennnummer enthalten.
Die Nummer darf nicht doppelt vorkommen, nicht falsch aufgebaut sein und nicht mit anderen Daten überschrieben werden.
3. Die Identifikationsnummer kann mit den Rinderdaten verknüpft werden
Nach dem Auslesen kann die EID-Nummer mit folgenden Informationen verknüpft werden:
- Sichtbare Ohrmarkennummer
- Name des Tieres
- Rasse
- Sex
- Geburtsdatum
- Menge oder Gruppe
- Lebendgewicht
- Tägliche Gewichtszunahme
- Schwangerschaftsstatus
- Gesundheitsbehandlungen
- Redaktionsgruppe
- Bewegungshistorie
- Angaben zu Eltern und Nachkommen
4. Die Daten können in die Gallagher-Software übertragen werden
Je nach verwendeter Gallagher-Hardware können die Tierdaten über Bluetooth, WLAN, USB oder eine andere unterstützte Verbindung übertragen werden.
Die Software erhält in der Regel die EID-Nummer und die dazugehörigen Datensätze vom Lesegerät oder von der Waage. Sie muss in der Regel nicht wissen, welches Unternehmen die Kunststoff-Ohrmarke tatsächlich hergestellt hat.
5. Die Ohrmarke entspricht den örtlichen gesetzlichen Anforderungen
Technische Kompatibilität bedeutet nicht automatisch, dass ein Tag rechtlich zulässig ist.
Nationale Programme zur Rückverfolgbarkeit von Nutztieren können Folgendes erfordern:
- Zugelassene Hersteller von Etiketten
- Zugewiesene Herstellercodes
- Von der Regierung genehmigte Nummerierung
- Bestimmte Farben oder aufgedruckte Angaben
- Manipulationssichere Konstruktion
- Laborzertifizierung
- Offizielle Registrierung vor der Nutzung
Diese Unterscheidung ist insbesondere in Neuseeland von Bedeutung, wo die Kennzeichnung von Rindern und Hirschen im Rahmen des nationalen Programms zur Kennzeichnung und Rückverfolgung von Tieren geregelt wird.
Die wichtigste technische Anforderung: ISO 11784 und ISO 11785
Gallagher gibt an, dass seine EID-Lesegeräte für Nutztiere in der Lage sind, elektronische ISO-Identifikationsetiketten zu lesen, darunter auch HDX- und FDX-B-Transponder.
Die beiden wichtigsten Standards sind:
ISO 11784
Die Norm ISO 11784 definiert die Codestruktur, die für die Radiofrequenz-Identifikation von Tieren verwendet wird.
Es legt fest, wie Informationen wie beispielsweise der Länder- oder Herstellercode und die individuelle Tiernummer innerhalb des Transponders organisiert sind.
ISO 11785
Die Norm ISO 11785 legt fest, wie der RFID-Transponder und das Lesegerät miteinander kommunizieren.
Es behandelt die technischen Kommunikationsverfahren, die bei Geräten zur Tierkennzeichnung zum Einsatz kommen, einschließlich der HDX- und FDX-B-Technologien.
Eine Ohrmarke für Rinder, die für die Verwendung mit Gallagher-EID-Geräten vorgesehen ist, sollte in der Regel beiden Normen entsprechen.
Ein Lieferant sollte in der Lage sein, Unterlagen vorzulegen, aus denen Folgendes hervorgeht:
- Einsatz der RFID-Technologie
- Betriebsfrequenz
- ISO-Konformität
- Herstellercode
- Artikelnummer
- ICAR-Zertifizierungsstatus, sofern zutreffend
- Individuelles elektronisches Nummernformat
- Steuerelemente für Produktion und Kodierung
Eine Angabe wie “134,2-kHz-RFID-Tag” reicht für sich genommen nicht aus. Zwei Tags können bei ähnlicher Frequenz unterschiedliche Datenstrukturen oder Protokolle verwenden.
HDX- und FDX-B-Ohrmarken für Rinder
Die EID-Lesegeräte für Nutztiere von Gallagher unterstützen die beiden wichtigsten ISO-Technologien zur Tierkennzeichnung: HDX und FDX-B.
Was ist eine HDX-Ohrmarke?
HDX steht für Halbduplex.
Ein HDX-Transponder empfängt Energie vom Lesegerät und sendet seine Identifikationsdaten in einem separaten Abschnitt des Kommunikationszyklus.
HDX-Ohrmarken für Rinder finden breite Anwendung in der Tierhaltung und stehen für die individuelle Tierkennzeichnung, das Wiegen sowie die Rückverfolgbarkeit zur Verfügung.
Was ist eine FDX-B-Ohrmarke?
FDX-B steht für „Full Duplex-B“.
Ein FDX-B-Transponder überträgt seine Daten, während er durch das Lesefeld mit Energie versorgt wird.
FDX-B wird zudem häufig zur elektronischen Tierkennzeichnung eingesetzt und wird von vielen tragbaren und fest installierten Lesegeräten für Rinder unterstützt.
Kann das Gerät von Gallagher beide Typen lesen?
Gallagher gibt an, dass Produkte wie das tragbare EID-Lesegerät HR5, die SmartReader-Systeme und die EID-Antennenpanels sowohl elektronische Identifikationsetiketten im HDX- als auch im FDX-B-Format lesen können.
Daher sollte eine ordnungsgemäß hergestellte, ISO-konforme HDX- oder FDX-B-Rindermarke grundsätzlich mit den entsprechenden Geräten von Gallagher technisch lesbar sein.
Das bedeutet jedoch nicht, dass jedes Tag die gleiche Leistung im Einsatz erbringt.
Die Lesegenauigkeit kann außerdem durch folgende Faktoren beeinflusst werden:
- Transponderqualität
- Entwurf einer Antenne
- Abmessungen der Ohrmarken
- Ausrichtung des Transponders
- Größe der Leseantenne
- Bewegungsgeschwindigkeit von Tieren
- In der Nähe befindliche Metallkonstruktionen
- Elektrische Störungen
- Installation des Lesegeräts
- Mehrere Tiere betreten die Lesezone
- Anbringung des Tags im Ohr
Die Kompatibilität sollte unter Verwendung genau des Lesegeräts, der Antenne und der landwirtschaftlichen Umgebung überprüft werden, die für den Einsatz vorgesehen sind.
Kompatibilität mit den tragbaren EID-Lesegeräten der Serie HR von Gallagher
Gallagher-Handlesegeräte kommen zum Einsatz, wenn Landwirte oder Betreiber Tiere einzeln scannen müssen.
Das tragbare EID-Lesegerät und Datenerfassungsgerät HR5 kann elektronische Tierkennnummern nach ISO-Standard auslesen und unterstützt sowohl HDX- als auch FDX-B-Tags.
Das Lesegerät kann für folgende Zwecke verwendet werden:
- Scannen Sie eine RFID-Ohrmarke für Rinder
- Zeigen Sie die EID-Nummer des Tieres an
- Ordnen Sie der EID eine visuelle Kennung zu
- Tiermerkmale erfassen
- Sitzungsprotokolle erstellen
- Notizen und Benachrichtigungen hinzufügen
- Mütter mit ihren Nachkommen verknüpfen
- Informationen zu Tieren erhalten
- EID-Daten mit Gewichtsaufzeichnungen verknüpfen
- Sitzungsdaten in kompatible Software übertragen
Um die grundlegende Kompatibilität zu gewährleisten, muss die Ohrmarke für Rinder eine gültige EID-Nummer zurückgeben, wenn sie sich im effektiven Lesebereich des Lesegeräts befindet.
Ein Tag eines Drittanbieters muss in der Regel keine spezielle “Gallagher-Software” im Chip enthalten. Das Lesegerät erfasst eine standardisierte Tierkennnummer.
Die Software-Integration erfolgt, nachdem das Lesegerät die Nummer erfasst hat.
Kompatibilität mit stationären EID-Lesegeräten von Gallagher
Fest installierte Lesegeräte werden häufig an folgenden Orten angebracht:
- Vieh-Durchgänge
- Wägeplattformen
- Rennstrecken
- Zeichentische
- Ladezonen
- Behandlungsstationen
Die Antennenpaneele und Lesegeräte von Gallagher sind so konzipiert, dass sie mit einem Tag versehene Tiere identifizieren, wenn diese eine kontrollierte Lesezone durchqueren.
Gallagher gibt an, dass die entsprechenden Antennen-Panel-Systeme ISO-EID-Ohrmarken auslesen und sowohl HDX als auch FDX-B unterstützen.
Die Kompatibilität mit fest installierten Lesegeräten hängt nicht nur vom Chip-Protokoll ab. Die Qualität der Installation hat einen wesentlichen Einfluss auf die Leistung.
Zu den zu prüfenden Faktoren gehören:
Standort der Antenne
Die Antenne sollte so positioniert werden, dass die Ohrmarke des Tieres ein starkes und gleichmäßiges Lesefeld durchläuft.
Metallische Interferenz
Rinderhöfe verfügen über Tore, Fixierungsvorrichtungen, Geländer und Stahlkonstruktionen. Eine falsche Anbringung der Antenne in der Nähe großer Metallteile kann die Leseleistung beeinträchtigen.
Elektrische Störungen
Motoren, Frequenzumrichter, Elektrozäune, Kabel und andere Geräte können Störgeräusche verursachen.
Tierfluss
Ein Lesegerät, das für jeweils ein Tier installiert wurde, kann zu abweichenden Ergebnissen führen, wenn mehrere Rinder gleichzeitig in den Lesebereich eintreten.
Lesegeschwindigkeit
Das System muss genügend Zeit haben, um den Transponder mit Strom zu versorgen und auszulesen, während das Tier an der Antenne vorbeiläuft.
Tag-Position
Die Position und Ausrichtung der Ohrmarke beeinflussen die Art und Weise, wie der Transponder mit dem Lesefeld des Lesegeräts in Verbindung tritt.
Ein Etikett, das mit einem Handlesegerät aus nächster Nähe zuverlässig gelesen werden kann, muss möglicherweise in einem fest installierten Durchlaufsystem noch weiter getestet werden.
Kompatibilität mit Gallagher TWR-Waagen und -Lesegeräten
Die TWR-Systeme von Gallagher vereinen das Wiegen von Nutztieren mit der elektronischen Identifizierung.
Je nach gewähltem Modell und Konfiguration kann ein TWR-System einen integrierten EID-Leser verwenden oder an ein kompatibles Antennenpanel angeschlossen werden.
Wenn ein mit einer Ohrmarke versehenes Tier den Wiegebereich betritt, kann das System die Nummer der elektronischen Ohrmarke folgenden Angaben zuordnen:
- Lebendgewicht
- Vorheriges Gewicht
- Gewichtszunahme
- Kriterien für die Ausarbeitung
- Tierische Merkmale
- Gesundheitsinformationen
- Management-Meldungen
- Sitzungsdaten
Die EID-Nummer wird in der Regel vom RFID-Tag selbst bereitgestellt. Die Waage und die Software bieten die zusätzlichen Verwaltungsfunktionen.
Das bedeutet, dass auf dem Chip einer Ohrmarke keine Gewichts- oder Gesundheitsdaten gespeichert werden müssen. Diese Daten werden im Verwaltungssystem erfasst und mit der Markennummer verknüpft.
Bei einer Rinder-Identifikationsmarke eines Drittanbieters bleibt eine gültige und lesbare elektronische ISO-Identifikation die entscheidende Voraussetzung.
Kompatibilität mit Gallagher TW-Waagen
Gallagher TW-Waagen sind in einigen Ausführungen Datenerfassungsgeräte ohne integrierten Lesekopf.
An die Waage können ein externes Handlesegerät, eine Antennenplatte oder ein Lesegerät-Controller angeschlossen werden.
Der typische Ablauf ist wie folgt:
- Die Ohrmarke des Rindes wird gescannt.
- Die EID-Nummer wird an die Waage übertragen.
- Das Tier wird gewogen.
- Das Gewicht ist mit der EID-Nummer verknüpft.
- Der kombinierte Datensatz wird in der Sitzung gespeichert.
- Die Daten werden mit der Verwaltungsplattform synchronisiert.
Bei der Prüfung der Kompatibilität sollten Käufer beide Seiten der Verbindung überprüfen:
- Die Ohrmarke des Rindes muss vom ausgewählten EID-Lesegerät gelesen werden können.
- Das ausgewählte Lesegerät muss mit der Waage kommunizieren können.
Ein Etikett kann technisch lesbar sein, dennoch als inkompatibel angezeigt werden, wenn das Lesegerät und die Waage nicht richtig gekoppelt oder konfiguriert wurden.
Kompatibilität mit der Gallagher Animal Performance-Software
Gallagher Animal Performance ist eine Web- und Mobilplattform zur Verwaltung von Tierdaten.
Die Plattform soll Landwirten dabei helfen, die Leistung ihres Viehbestands zu verfolgen – von Trends auf Herdenebene bis hin zu den Daten einzelner Tiere.
Je nach Hardware- und Software-Paket haben Nutzer möglicherweise Zugriff auf:
- Einzelne Tierprofile
- EID- und visuelle Identifikationsdaten
- Gewichtsverlauf
- Durchschnittliche tägliche Zuwachsrate
- Informationen zur Behandlung
- Massenverhalten
- Erstellung von Protokollen
- Zuchtdaten
- Anmerkungen zu den Tieren
- Benachrichtigungen
- Sitzungsverlauf
- Leistungsberichte
Die Ohrmarke ist nicht direkt mit der Web- oder Mobil-App verbunden.
Stattdessen sieht der Arbeitsablauf in der Regel wie folgt aus:
- Ein mit Gallagher kompatibles Lesegerät liest den EID-Chip aus.
- Das Lesegerät oder die Waage erstellt einen Tierdatensatz.
- Der EID-Nummer sind zusätzliche Daten beigefügt.
- Die Hardware synchronisiert die Sitzung mit Animal Performance.
- Der Nutzer bewertet das Tier über die Mobil- oder Webanwendung.
Aus Sicht der Software dient die EID-Nummer als primäre Verknüpfung zum einzelnen Tier.
Solange die Nummer korrekt gelesen und über unterstützte Gallagher-Hardware übertragen wird, sollte die Marke der Ohrmarke kein Hindernis für die Verwendung der Nummer in der Software darstellen.
Benötigen RFID-Ohrmarken für Rinder eine spezielle Software zur Codierung?
In den meisten Anwendungen in der Tierhaltung ist eine ISO-Ohrmarke für Rinder nicht wie ein universell einsetzbarer NFC-Tag oder ein UHF-Inventaretikett codiert.
Der Transponder enthält einen fest programmierten Tieridentifikationscode. Dieser Code wird in der Regel bereits bei der Herstellung zugewiesen und verwaltet.
Der Tag-Lieferant sollte nicht einfach beliebige Kundennummern in den RFID-Speicher eingeben.
Für eine korrekte Kodierung ist Folgendes erforderlich:
- Eine zulässige Hersteller- oder Ländercode-Struktur
- Eine eindeutige elektronische Nummer
- Prüfung auf doppelte Nummern
- Korrekte Bitstruktur
- Das korrekte Protokoll
- Gegebenenfalls visuelle Informationen abgleichen
- Rückverfolgbare Produktionsaufzeichnungen
Betriebsdaten wie Gewicht, Rasse und Behandlungen werden in der Regel nicht in der Ohrmarke gespeichert. Sie verbleiben in der Tierhaltungsdatenbank.
Dies ist wichtig, da RFID-Tags für Nutztiere dazu dienen, eine dauerhafte Identifikation zu gewährleisten, und nicht als großes tragbares Speichermedium fungieren sollen.
Visuelle Ausweise und elektronische Ausweise müssen ordnungsgemäß verwaltet werden
Viele Ohrmarken für Rinder weisen beides auf:
- Eine im RFID-Transponder gespeicherte elektronische Identifikationsnummer
- Eine auf dem Etikett aufgedruckte oder per Laser eingravierte, gut sichtbare Nummer
Die visuelle Kennzeichnung ermöglicht die Identifizierung eines Tieres ohne Lesegerät. Die elektronische Kennzeichnung ermöglicht die automatische Datenerfassung.
Diese beiden Zahlen können identisch sein, teilweise miteinander in Zusammenhang stehen oder sich vollständig unterscheiden, je nach Identifikationsprogramm und Arbeitsablauf im Betrieb.
Mithilfe von Gallagher-Hardware lässt sich eine visuelle Kennung mit einer elektronischen Kennung (EID) verknüpfen. Dies ermöglicht unter anderem folgende Anwendungsfälle:
- Hinzufügen einer Betriebsnummer
- Ersatz eines verlorenen Etiketts
- Verweis auf ein vorhandenes visuelles Tag
- Suche nach einem Tier anhand der Bildnummer
- Überprüfung, ob das richtige Tier gescannt wurde
Lieferanten sollten sicherstellen, dass die visuellen Druckangaben, die elektronische Kodierung und die Kundendateien während des gesamten Produktionsprozesses korrekt aufeinander abgestimmt sind.
Schon eine einzige falsche Nummer kann dazu führen, dass einem Tier die falschen Leistungs- oder Behandlungsdaten zugeordnet werden.
Anforderungen an das NAIT in Neuseeland
Das Unternehmen Gallagher hat seinen Ursprung in Neuseeland, wo Rinder und Hirsche im Rahmen des nationalen Programms zur Identifizierung und Rückverfolgung von Tieren erfasst werden.
Gemäß den NAIT-Vorgaben müssen offizielle Identifikationsgeräte für das Programm zugelassen sein.
Eine generische, ISO-konforme Ohrmarke kann zwar technisch gesehen von einem Gallagher-Scanner gelesen werden, gilt jedoch möglicherweise nicht als offizielle NAIT-Marke.
Hierbei handelt es sich um zwei getrennte Fragen:
Kann das Gallagher-Lesegerät das Etikett scannen?
Hierbei handelt es sich um eine Frage zur technischen Kompatibilität, die die Einhaltung der ISO-Normen, die HDX- oder FDX-B-Technologie sowie die Leistung des Lesegeräts betrifft.
Kann das Etikett rechtlich als offizielles NAIT-Identifikationsmittel verwendet werden?
Hierbei handelt es sich um eine Frage der behördlichen Genehmigung, über die die neuseeländische NAIT-Behörde entscheidet.
Für die offizielle Kennzeichnung von Nutztieren in Neuseeland sollten Landwirte die richtigen, von der NAIT zugelassenen Ohrmarken über autorisierte Vertriebskanäle erwerben.
Anbieter von RFID-Tags sollten ein Produkt nicht als “NAIT-zugelassen” bewerben, es sei denn, genau dieses Gerät hat die erforderliche Zulassung erhalten.
ICAR-Zertifizierung und Qualität von RFID-Geräten
Das Internationale Komitee für Tierregistrierung fungiert als Registrierungsstelle für die Tierkennzeichnungssysteme nach ISO 11784 und ISO 11785.
ICAR führt Register über RFID-Geräte, die auf die Einhaltung dieser Normen geprüft wurden.
Ein ICAR-Zertifikat kann einem Käufer dabei helfen, Folgendes zu überprüfen:
- Angaben zum Hersteller
- Herstellercode
- Artikelnummer
- Transpondertyp
- HDX- oder FDX-B-Technologie
- Gerätekategorie
- Status der ISO-Konformität
- Gültigkeitsdauer der Zertifizierung
Käufer sollten das Zertifikat jedoch sorgfältig prüfen.
Der Name des Herstellers, die Produktnummer und die Bauart auf dem Zertifikat müssen mit dem gelieferten Produkt übereinstimmen. Ein Zertifikat für einen einzelnen Transponder darf nicht als Nachweis für alle vom Lieferanten hergestellten fertigen Ohrmarken vorgelegt werden.
Je nach Markt können zusätzlich Prüfungen hinsichtlich der Zusammensetzung, der Umweltverträglichkeit, der Haltbarkeit oder der Leistungsfähigkeit im Einsatz erforderlich sein.
Die physische Qualität spielt nach wie vor eine Rolle
Ein Chip kann zwar elektronisch kompatibel sein, während die fertige Ohrmarke in der Praxis jedoch nur eine schlechte Leistung erbringt.
Ohrmarken für Rinder sind folgenden Einflüssen ausgesetzt:
- Regen
- Schlamm
- Staub
- UV-Strahlung
- Temperaturschwankungen
- Bewegung der Tiere
- Auswirkungen
- Zäune und Vegetation
- Chemische Behandlungen
- Langfristige mechanische Belastung
Zu den wichtigen körperlichen Merkmalen zählen:
Kundenbindung
Die Marke sollte während der gesamten vorgesehenen Nutzungsdauer am Tier angebracht bleiben.
Manipulationsschutz
Offizielle Identifikationsetiketten sind in der Regel so gestaltet, dass sie nicht entfernt und wiederverwendet werden können, ohne dass dabei sichtbare Beschädigungen entstehen.
Verriegelungskraft
Die männlichen und weiblichen Teile müssen eine sichere Verbindung bilden, ohne das Ohr unnötig zu verletzen.
Materialqualität
Das Material der Etiketten sollte ausreichend flexibel bleiben, um Risse zu vermeiden, und gleichzeitig Verformungen, Witterungseinflüssen und Abnutzung standhalten.
Haltbarkeit des Drucks
Sichtbare Zahlen, Barcodes und Logos sollten auch nach langfristigem Einsatz im Freien lesbar bleiben.
Versiegelung des Transponders
Der RFID-Transponder muss vor Feuchtigkeit, Stößen und mechanischer Beanspruchung geschützt werden.
Kompatibilität mit Applikatoren
Die Verwendung eines ungeeigneten Applikators kann das Etikett beschädigen, ein korrektes Verriegeln verhindern oder das Tier verletzen.
Die elektronische Lesbarkeit ist nur ein Aspekt der Qualität von Ohrmarken für Rinder.
So prüfen Sie Ohrmarken mit einem Gallagher-System
Bevor Sie eine große Produktionsmenge bestellen, führen Sie bitte einen strukturierten Kompatibilitätstest durch.
Schritt 1: Lesen Sie die technischen Unterlagen durch
Anfrage:
- Dokumentation zu ISO 11784/11785
- ICAR-Zertifikat
- Hersteller- und Produktcodes
- HDX- oder FDX-B-Spezifikation
- Betriebsfrequenz
- Maßskizze mit Beschriftung
- Materialspezifikation
- Druckverfahren
- Informationen zur Haltbarkeitsprüfung
- Umweltprüfberichte
Schritt 2: Überprüfen Sie die Gallagher-Hardware
Geben Sie das genaue Modell an, das verwendet wird, zum Beispiel:
- HR-Handlesegerät für elektronische Identifikationsdaten (EID)
- Feststehendes Antennenpanel
- Lesegerät-Steuerung
- TW-Waage
- TWR-Waage und Lesegerät
Die Kompatibilität sollte nicht allein aufgrund des Markennamens „Gallagher“ bestätigt werden. Verschiedene landwirtschaftliche Betriebe können unterschiedliche Gerätegenerationen und -konfigurationen einsetzen.
Schritt 3: Scannen Sie die einzelnen Probenetiketten
Scannen Sie jede Probe mehrmals und überprüfen Sie Folgendes:
- Erfolg lesen
- Identifikationsnummer
- Doppelte Antwort
- Leseorientierung
- Lesegeschwindigkeit
- Visuelle und elektronische Nummernüberprüfung
Schritt 4: Testen Sie die Ohrmarken an Rindern
Laboruntersuchungen an losen Etiketten geben die Bedingungen im praktischen Einsatz nicht vollständig wieder.
Tragen Sie die Proben mit dem richtigen Applikator auf und führen Sie einen Test durch:
- Platzierung am echten Ohr
- Normale Bewegung von Tieren
- Scannen mit einem Handgerät
- Scannen mit feststehendem Bildausschnitt
- Datenerfassung bei der Wiegesitzung
Bei der Anbringung der Markierung sind die örtlichen Tierschutz- und Identifizierungsvorschriften zu beachten.
Schritt 5: Verknüpfen Sie die Tags mit den Gewichtsaufzeichnungen
Bitte stellen Sie sicher, dass jede EID folgenden Elementen zugeordnet werden kann:
- Aktuelles Gewicht
- Vorheriges Gewicht
- Visuelle Identifikation
- Tiergruppe
- Name der Sitzung
- Weitere Merkmale
Schritt 6: Mit „Animal Performance“ synchronisieren
Bitte überprüfen Sie, ob die Datenübertragung erfolgreich verläuft und ob die richtigen Tierdaten in der Gallagher-Software angezeigt werden.
Überprüfen Sie die gesamte Kette:
Tag → Lesegerät → Waage → Sitzung → Software
Schritt 7: Ausnahmen testen
Ein sinnvolles Pilotprojekt sollte außerdem Folgendes prüfen:
- Doppelte Scans
- Nicht erkannte EID-Nummern
- Ersatzetiketten
- Fehlende visuelle Identifikationsmerkmale
- Tiere, die zu schnell vorbeilaufen
- Zwei Tiere in der Nähe der Antenne
- Vorübergehender Ausfall des Internetzugangs
- Unterbrochene Bluetooth-Verbindung
- Datensynchronisierung nach der Wiederherstellung der Verbindung
Schritt 8: Führen Sie einen Pilotversuch vor Ort durch
Eine Pilotcharge sollte lange genug im Einsatz bleiben, um Folgendes zu bewerten:
- Tag-Beibehaltung
- Zuverlässigkeit lesen
- Abnutzungsspuren
- Zustand des Materials
- Genauigkeit der Daten
- Erfahrung als Bediener
- Software-Workflow
Ein erfolgreicher Labortest ist kein Ersatz für einen Pilotversuch auf dem Betrieb.
Fragen, die Sie einem Anbieter von RFID-Ohrmarken für Rinder stellen sollten
Bevor Sie Sender erwerben, die als mit Gallagher kompatibel beschrieben werden, fragen Sie bitte den Anbieter:
- Entspricht das Etikett den Normen ISO 11784 und ISO 11785?
- Ist es HDX oder FDX-B?
- Wie hoch ist die Betriebsfrequenz?
- Ist das betreffende Produkt bei der ICAR registriert oder zertifiziert?
- Welcher Herstellercode wird verwendet?
- Wie werden doppelte elektronische Nummern verhindert?
- Kann der Lieferant die gedruckte visuelle Kennung mit der elektronischen Kennung abgleichen?
- Wurde das Etikett mit den Handlesegeräten von Gallagher getestet?
- Wurde das Gerät mit fest installierten Gallagher-Antennenpaneelen getestet?
- Können Musteretiketten für Feldtests zur Verfügung gestellt werden?
- Ist das Etikett im Rahmen des entsprechenden nationalen Rückverfolgbarkeitssystems zugelassen?
- Welcher Etikettierer wird benötigt?
- Welche Haltbarkeits- und Umweltprüfungen wurden durchgeführt?
- Kann der Lieferant einen Bericht über die Kodierungs- und Druckdaten vorlegen?
- Wie wird mit fehlerhaften oder unlesbaren Tags verfahren?
Ein Lieferant sollte in der Lage sein, zwischen ISO-Konformität, Lesegerätekompatibilität und behördlicher Zulassung zu unterscheiden.
Empfohlene Formulierungen zur Kompatibilität für Lieferanten
Hersteller und Händler sollten Formulierungen vermeiden, die auf eine offizielle Geschäftsbeziehung hindeuten, sofern keine solche besteht.
Eine genauere Produktbeschreibung würde lauten:
Entwickelt für den Einsatz mit EID-Lesegeräten für Nutztiere, die HDX- oder FDX-B-Transponder gemäß ISO 11784/11785 unterstützen. Vor der großflächigen Einführung sollten die Muster mit dem kundenspezifischen Gallagher-Lesegerät, der Waage und dem Software-Workflow des Kunden getestet werden.
Vermeiden Sie Aussagen wie:
- Offizielle Gallagher-Ohrmarke
- Von Gallagher zertifiziert
- Von Gallagher zugelassene Rinder-Ohrmarke
- Garantiert für jedes Gallagher-System
Diese Aussagen sollten nur verwendet werden, wenn eine dokumentierte Genehmigung oder Zertifizierung vorliegt, die sie untermauert.
„Gallagher“ ist eine Marke eines Drittanbieters, die ihrem jeweiligen Inhaber gehört. Technische Kompatibilität bedeutet nicht, dass eine Empfehlung, eine Partnerschaft oder eine Zugehörigkeit besteht.
Häufige Gründe, warum ein Tag als inkompatibel angezeigt werden kann
Falsche RFID-Technologie
Ein UHF-Inventar-Tag, ein NFC-Tag oder ein nicht unterstützter LF-Transponder funktioniert nicht als ISO-EID-Ohrmarke für Rinder.
Ungültige Identifikationsstruktur
Das Lesegerät kann zwar einen Transponder erkennen, jedoch Daten, die nicht dem erwarteten Format zur Tierkennzeichnung entsprechen, zurückweisen, falsch interpretieren oder fehlerhaft anzeigen.
Doppelte Zahlen
Wenn zwei Rindern dieselbe EID zugewiesen wird, kann dies zu Unstimmigkeiten in den Tierdaten führen und schwerwiegende Probleme bei der Rückverfolgbarkeit verursachen.
Schwache Transponderleistung
Ein Transponder minderer Qualität lässt sich zwar aus sehr geringer Entfernung auslesen, versagt jedoch möglicherweise in einer festen Rennbahn oder einem Wiegesystem.
Falsche Lesegerätekonfiguration
Das Lesegerät kann auf einen bestimmten Betriebsmodus, ein bestimmtes Ausgabeformat oder eine bestimmte Kommunikationsschnittstelle eingestellt sein.
Probleme mit Bluetooth oder WLAN
Möglicherweise wurde das Etikett korrekt gelesen, obwohl die Daten nicht an die Waage oder die Software übertragen wurden.
Falsche Zuordnung von Tieren
Es kann vorkommen, dass eine EID zwar in der Software vorhanden ist, jedoch mit der falschen visuellen ID oder dem falschen Tierdatensatz verknüpft ist.
Nationale Zulassungsbeschränkungen
Ein Etikett kann zwar technisch lesbar sein, wird jedoch für die offizielle Bewegungs- oder Rückverfolgbarkeitsmeldung abgelehnt, da es im Rahmen des lokalen Programms nicht zugelassen ist.
Vorteile der Verwendung kompatibler RFID-Ohrmarken mit Gallagher-Systemen
Bei richtiger Auswahl und Umsetzung können EID-Marken für Rinder folgende Vorteile bieten:
Schnellere Tieridentifizierung
Die Betreiber müssen nicht für jedes Tier die aufgedruckte Nummer manuell ablesen und eingeben.
Genauere Wiegeprotokolle
Die Gewichtsdaten können automatisch der jeweiligen Tieridentität zugeordnet werden.
Überwachung der individuellen Leistung
Landwirte können die Wachstumsraten vergleichen und Tiere identifizieren, die hinter den Erwartungen zurückbleiben.
Ein besseres Gesundheitsmanagement
Behandlungen, Beobachtungen und Warnmeldungen können einzelnen Rindern zugeordnet werden.
Verbesserte Entscheidungen bei der Entwurfserstellung
Tiere können nach Gewicht, Leistung, Gesundheitszustand oder Haltungsaspekten eingeteilt werden.
Weniger Fehler bei der Dateneingabe
Das elektronische Scannen verringert Fehler, die durch die manuelle Eingabe von Zahlen aus dem Gedächtnis entstehen.
Verbesserte Rückverfolgbarkeit
Eine dauerhafte individuelle Kennung unterstützt die Erfassung von Verbringungsdaten, die Betriebsführung sowie die Abläufe zur Einhaltung gesetzlicher Vorschriften.
Informationen zum vernetzten landwirtschaftlichen Betrieb
Die im Viehhof erfassten Daten können zur späteren Auswertung mit Web- und Mobil-Software synchronisiert werden.
Abschließende Kompatibilitäts-Checkliste
Eine RFID-Ohrmarke für Rinder funktioniert mit den Rindermanagementgeräten von Gallagher mit größerer Wahrscheinlichkeit einwandfrei, wenn die folgenden Bedingungen erfüllt sind:
- Arbeitet mit der für die Tierkennzeichnung vorgesehenen Frequenz
- Entspricht den Normen ISO 11784 und ISO 11785
- Verwendet die vom Lesegerät unterstützte HDX- oder FDX-B-Technologie
- Enthält eine gültige und eindeutige elektronische ID
- Verfügt über überprüfbare Hersteller- und Produktcodes
- Bietet eine angemessene Leseleistung
- Ist ordnungsgemäß am Tier befestigt
- Wird mit der originalen Gallagher-Hardware getestet
- Wird korrekt in den Arbeitsablauf des Lesegeräts und der Waage übernommen
- Die Synchronisierung mit Animal Performance wurde erfolgreich durchgeführt
- Entspricht den örtlichen Vorschriften zur Kennzeichnung von Nutztieren
- Verwendet ein zugelassenes Gerät, sofern dies im Rahmen eines offiziellen nationalen Programms vorgeschrieben ist
Abschluss
Die Rindermanagementsysteme von Gallagher basieren auf einer standardisierten elektronischen Tierkennzeichnung.
Eine RFID-Ohrmarke für Rinder eines Drittanbieters ist in der Regel technisch kompatibel, wenn sie den Normen ISO 11784 und ISO 11785 entspricht und einen unterstützten HDX- oder FDX-B-Transponder verwendet.
Die Ohrmarke dient als elektronische Identifikation des Tieres. Gallagher-Lesegeräte erfassen diese Identifikation, Waagen verknüpfen sie mit Leistungsdaten, und die „Animal Performance“-Software wandelt die Aufzeichnungen in Informationen um, die Landwirte nutzen können.
Käufer sollten sich jedoch nicht allein auf die allgemeine Angabe “Gallagher-kompatibel” verlassen.
Die Kompatibilität sollte auf drei Ebenen geprüft werden:
- Technische Kompatibilität: Kann das Gallagher-Lesegerät das Etikett zuverlässig auslesen?
- Systemkompatibilität: Können die EID- und Tierdaten in den Arbeitsablauf der Waage und der Software integriert werden?
- Einhaltung der Vorschriften: Ist das Etikett für den offiziellen Gebrauch im Zielland zugelassen?
Am sichersten ist es, die Zertifizierungsunterlagen zu prüfen, Muster mit den tatsächlichen Anlagen des Kunden zu testen und vor der Serienfertigung einen Pilotversuch vor Ort durchzuführen.
Häufig gestellte Fragen
Können die Lesegeräte von Gallagher RFID-Ohrmarken für Rinder von Drittanbietern auslesen?
Gallagher-Lesegeräte, die für die ISO-konforme elektronische Identifizierung von Nutztieren (EID) ausgelegt sind, können in der Regel konforme HDX- und FDX-B-Tags lesen, unabhängig vom Hersteller des jeweiligen Tags. Das jeweilige Tag sollte dennoch mit dem ausgewählten Lesegerät und der jeweiligen Installation getestet werden.
Welche Frequenz verwenden Gallagher-kompatible Ohrmarken für Rinder?
Elektronische ISO-Tierkennzeichen arbeiten in der Regel im Niederfrequenzbereich bei etwa 134,2 kHz.
Ist die Ohrmarke direkt mit Gallagher Animal Performance verbunden?
Nein. Das Etikett wird von einem EID-Lesegerät oder einem kompatiblen Wiegegerät ausgelesen. Die Hardware überträgt anschließend die EID-Nummer und die zugehörigen Tierdaten an die Software.
Unterstützt Gallagher sowohl HDX als auch FDX-B?
Gallagher gibt an, dass alle relevanten EID-Lesegeräte sowohl HDX- als auch FDX-B-Chips zur elektronischen Tierkennzeichnung unterstützen.
Ist ein ISO-konformes Etikett automatisch NAIT-zugelassen?
Nein. Die ISO-Konformität betrifft die technische Kommunikation und die Struktur der Kennzeichnung. Im Rahmen des neuseeländischen NAIT-Programms werden offizielle Kennzeichnungsvorrichtungen separat zugelassen.
Können Tiergewichte in der RFID-Ohrmarke gespeichert werden?
Normalerweise nicht. Der Chip enthält eine eindeutige EID-Nummer. Die Gewichts- und Gesundheitsdaten werden im Lesegerät, in der Waage oder in der Tierverwaltungsdatenbank gespeichert und mit dieser Nummer verknüpft.
Was ist der Unterschied zwischen einer visuellen Kennzeichnung und einer elektronischen Kennzeichnung (EID)?
Die visuelle Kennung ist auf der Außenseite des Etiketts aufgedruckt oder aufgebracht. Die EID ist elektronisch im RFID-Transponder gespeichert. Die beiden Kennungen können im Rindermanagementsystem miteinander verknüpft werden.
Kann ein Tag sowohl mit tragbaren als auch mit fest installierten Gallagher-Lesegeräten verwendet werden?
Ein korrekt konzipiertes ISO-HDX- oder FDX-B-Tag lässt sich möglicherweise von beiden Systemen lesen; die tatsächliche Leistung sollte jedoch getestet werden, da Handheld- und stationäre Systeme unterschiedliche Antennenanordnungen und Lesebedingungen aufweisen.
Bedeutet technische Kompatibilität, dass Gallagher das Etikett empfiehlt?
Nein. Ein Produkt kann technisch von Gallagher-Geräten gelesen werden, ohne dass es von Gallagher hergestellt, zugelassen oder empfohlen wurde.
Was sollte vor der Aufgabe einer Großbestellung geprüft werden?
Prüfen Sie die elektronische Nummer, die Lesbarkeit, die Übereinstimmung mit der aufgedruckten Nummer, die Anbringung der Etiketten, das Auslesen mit Handlesegeräten, das Auslesen über fest installierte Lesegeräte, die Integration in die Waage, die Softwaresynchronisation sowie die langfristige Haltbarkeit im Einsatz.
Literaturverzeichnis
- Gallagher Animal Management, Produktinformationen zum tragbaren EID-Lesegerät und Datenerfassungsgerät HR5.
- Gallagher Animal Management, Bedienungsanleitung für das tragbare EID-Lesegerät HR5.
- Gallagher Animal Management, Produktinformationen zum TWR EID-Tag-Lesegerät mit Antennenpanel.
- Informationen zu den Web- und Mobilanwendungen „Gallagher Animal Management“ und „Animal Performance“.
- Gallagher – Lösungen für Tiermanagement, Wiegesysteme und elektronische Identifikation (EID).
- ICAR, Zertifizierung von RFID-Geräten und das ISO 11784/11785-Geräteregister.
- OSPRI Neuseeland, NAIT-Standardgeräte zur Tierkennzeichnung.
- Neuseeländisches Ministerium für Primärindustrie, Nationales Programm zur Kennzeichnung und Rückverfolgung von Tieren.

