Erläuterung zum Dual-Frequenz-RFID: Frequenzpaare und der EM4425-Chip

Inhaltsverzeichnis

Ein herkömmlicher RFID-Tag arbeitet in der Regel in einem Frequenzband.

Ein Tier-Tag im Niederfrequenzbereich kann bei etwa 134,2 kHz betrieben werden. Ein NFC-Etikett arbeitet bei 13,56 MHz. Ein UHF-RFID-Etikett für die Lieferkette arbeitet in der Regel im Frequenzbereich von 860 bis 960 MHz.

Ein Zweifrequenz-RFID-Tag vereint zwei RFID-Schnittstellen in einem Produkt, sodass ein und derselbe physische Gegenstand auf zwei verschiedene Arten identifiziert werden kann.

Die wirtschaftlich sinnvollste Kombination ist in der Regel:

13,56 MHz HF/NFC + 860–960 MHz UHF-RFID

Diese Kombination verbindet zwei verschiedene Phasen des Lebenszyklus eines Produkts.

UHF-RFID unterstützt Bestands- und Logistikprozesse mit großer Reichweite und hoher Geschwindigkeit. NFC ermöglicht die Interaktion über kurze Entfernungen mithilfe eines NFC-fähigen Smartphones oder eines HF-Lesegeräts.

EM4425, auch bekannt als em|echo-V, ist ein von EM Microelectronic für diese Art von Anwendung entwickelter Zweifrequenz-RFID-Chip. Er vereint HF-, NFC- und RAIN-RFID-Funktionalität auf einem einzigen Siliziumchip und ermöglicht den Schnittstellen den Zugriff auf einen gemeinsamen, konfigurierbaren Speicher.

Allerdings ist nicht jede Zweifrequenzkombination für jedes Projekt geeignet. Die richtige Wahl hängt davon ab, wer das Tag auslesen muss, aus welcher Entfernung das Auslesen erfolgen soll, wie viele Tags gleichzeitig identifiziert werden müssen und ob Smartphones Teil des Arbeitsablaufs sind.

Was ist ein Zweifrequenz-RFID-Tag?

Ein Zweifrequenz-RFID-Tag ist ein Tag, der über zwei Funkfrequenzbänder kommunizieren kann.

Je nach Ausführung kann es Folgendes enthalten:

  • Ein integrierter Zweifrequenz-Chip
  • Zwei separate RFID-Chips
  • Zwei Antennenstrukturen
  • Gemeinsamer oder separater Speicher
  • Ein bedrucktes Etikett, ein Hartetikett oder ein in das Gehäuse integriertes Element
  • Optionale Komponenten zur Manipulationserkennung

Ein Zweifrequenz-Tag sollte nicht mit einem Breitband-UHF-Tag verwechselt werden.

Ein Breitband-UHF-Tag kann über mehrere regionale UHF-Frequenzzuweisungen hinweg betrieben werden, doch alle diese Frequenzen liegen weiterhin innerhalb derselben allgemeinen UHF-Schnittstelle.

Beispielsweise handelt es sich bei einem Etikett, das sowohl für europäische als auch für nordamerikanische UHF-Bänder ausgelegt ist, weiterhin um einen UHF-RFID-Tag mit einer einzigen Frequenz. Es handelt sich dabei nicht automatisch um ein Dualfrequenz-Produkt für NFC und UHF.

Ein echter HF/UHF-Tag erfordert in der Regel:

  • Eine HF-Spulenantenne für 13,56 MHz
  • Ein UHF-Dipol oder eine ähnliche Antenne für den Frequenzbereich von 860–960 MHz
  • Ein Chip, der über beide Schnittstellen kommunizieren kann, oder zwei separate Chips

Das endgültige Inlay-Design ist daher komplexer als ein herkömmliches Einfrequenz-RFID-Etikett.

Warum sollten zwei RFID-Frequenzen kombiniert werden?

Verschiedene RFID-Frequenzbänder lösen unterschiedliche betriebliche Probleme.

Es gibt kein einziges Frequenzband, das für jede Anwendung die beste Leistung bietet.

In einem Lager muss möglicherweise der Inhalt eines Kartons mit Hunderten von Produkten erfasst werden, ohne diesen zu öffnen. Ein Verbraucher möchte später möglicherweise mit seinem Smartphone auf ein bestimmtes Produkt tippen. Ein Wartungstechniker möchte möglicherweise gezielt ein bestimmtes Objekt erfassen, ohne versehentlich Daten von in der Nähe befindlichen Gegenständen zu erfassen.

Ein Zweifrequenz-Tag ermöglicht es, dass ein physisches Etikett mehrere Benutzer unterstützt:

  • Hersteller
  • Lagerbetreiber
  • Logistikunternehmen
  • Einzelhändler
  • Servicetechniker
  • Markeninhaber
  • Verbraucher
  • Recycling- oder Rücknahmeunternehmen

Die erste Schnittstelle kann automatisierte Geschäftsabläufe unterstützen, während die zweite Schnittstelle eine bewusste Interaktion aus nächster Nähe ermöglicht.

Gängige RFID-Frequenzbänder

Bevor Sie sich für eine Zweifrequenzkombination entscheiden, ist es hilfreich, die wichtigsten RFID-Frequenzbänder zu kennen.

RFID-BandTypische FrequenzTypisches LeseverhaltenHäufige Anwendungsbereiche
LF125 kHz oder etwa 134,2 kHzSehr kurze Reichweite, individuelle AblesungTierkennzeichnung, Zugangskontrolle, industrielle Kennzeichnung
HF13,56 MHzInduktive Kopplung mit kurzer bis mittlerer ReichweiteBibliothekssysteme, industrielle Bestandsverfolgung, Chipkarten
NFC13,56 MHzInteraktion mit dem Smartphone aus nächster NäheProduktinformationen, Authentifizierung, Zahlungen, Kundenbindung
UHFEtwa 860–960 MHzAuslesung großer Datenmengen über große Entfernungen und mit hoher GeschwindigkeitLagerbestände im Einzelhandel, Logistik, Lager, Bestandsverfolgung
MikrowelleIn der Regel 2,45 GHzSpezialisierte aktive oder semiaktive SystemeMauterhebung, industrielle Telemetrie und proprietäre Systeme

Die Betriebsfrequenz allein ist kein Maßstab für die Kompatibilität.

Zwei Produkte, die mit 13,56 MHz arbeiten, können dennoch unterschiedliche Kommunikationsprotokolle verwenden. Ebenso muss ein UHF-Tag den entsprechenden Funkstandard unterstützen und für die Zielregion korrekt abgestimmt sein.

Welche beiden Frequenzen sollten kombiniert werden?

Die am besten geeignete Kombination hängt von der jeweiligen Anwendung ab.

HF/NFC + UHF: Die vielseitigste Kombination für den gewerblichen Einsatz

Für die Produktverfolgung, den Einzelhandel, die Logistik, die Authentifizierung und die Kundenbindung ist die folgende Kombination in der Regel am sinnvollsten:

HF/NFC bei 13,56 MHz + UHF-RFID bei 860–960 MHz

Die beiden Bands ergänzen sich gegenseitig.

UHF bietet:

  • Lange Lesedistanz
  • Schnelle Bestandsaufnahmen
  • Auslesen mehrerer Tags
  • Förderband- und Portalabtastung
  • Automatisierung des Lagers
  • Rückverfolgbarkeit auf Artikelebene
  • Versandüberprüfung

HF/NFC bietet:

  • Zugriff über das Smartphone
  • Bewusstes Lesen aus nächster Nähe
  • Informationen zum Produkt
  • Authentifizierung
  • Garantieregistrierung
  • Treueprogramme
  • Rückgabebestätigung
  • Aufzeichnungen zur Wartung

Dies ist die vom EM4425 verwendete Frequenzkombination.

Dies ist besonders effektiv, wenn ein Produkt eine Business-to-Business-Lieferkette durchlaufen muss und später mit einem Mitarbeiter oder Verbraucher in Kontakt kommt.

LF + HF/NFC

Eine Kombination aus LF und HF/NFC kann sinnvoll sein, wenn ein bestehendes Identifikationssystem zwar LF nutzt, jedoch eine zweite Schnittstelle für Smartphones, Servicepersonal oder neuere Geräte erforderlich ist.

Zu den möglichen Anwendungsbereichen gehören:

  • Zugangsdaten
  • Tierkennzeichnung in Verbindung mit lokalem Datenzugriff
  • Migration von Industrieanlagen
  • Veraltete Identifikationssysteme
  • Spezielle Sicherheitsvorrichtungen

Zu den Nachteilen zählen:

  • Zwei verschiedene Antennenstrukturen
  • Begrenzter Nutzen beim Massenauslesen im Lager
  • Größere Tag-Größe
  • Höhere Komplexität in der Produktion
  • Möglicherweise sind zwei separate Chips erforderlich

Smartphones können standardmäßige LF-Transponder zur Tieridentifikation normalerweise nicht auslesen. Durch die Integration von NFC kann der Zugriff über das Smartphone ermöglicht werden, allerdings müssen die beiden Identitäten korrekt einander zugeordnet werden.

LF + UHF

LF und UHF können kombiniert werden, wenn ein Produkt eine zuverlässige Identifizierung im Nahbereich sowie eine Ortung im Fernbereich erfordert.

Mögliche Beispiele hierfür sind:

  • Kennzeichnung von Nutztieren und automatisierte Verfolgung ihrer Bewegungen
  • Wiederverwendbare Industriebehälter
  • Geräte für raue Umgebungsbedingungen
  • Spezialisierte Vermögensverwaltungssysteme

Im Bereich der Tierhaltung wird die LF-Frequenz um 134,2 kHz üblicherweise mit der Tierkennzeichnung gemäß ISO 11784/11785 in Verbindung gebracht, während UHF das Auslesen aus größerer Entfernung ermöglicht.

Ein duales LF/UHF-System für die Tierhaltung wirft jedoch wichtige Fragen auf:

  • Welche Nummer ist die offizielle Tierkennnummer?
  • Stimmt die UHF-Nummer mit der LF-Nummer überein?
  • Ist das Gerät von der zuständigen Behörde für Tierhaltung zugelassen?
  • Können die beiden Schnittstellen während der gesamten Lebensdauer des Tieres miteinander verbunden bleiben?
  • Funktioniert UHF zuverlässig in der Nähe des Tieres und in der landwirtschaftlichen Umgebung?

EM4425 ist kein LF-Chip zur Tierkennzeichnung und verfügt nicht über eine Schnittstelle gemäß ISO 11784/11785.

HF + UHF – ohne Smartphone-Anforderungen

In einigen industriellen Systemen wird ISO/IEC 15693 HF mit UHF kombiniert, da bereits HF-Nahbereichslesegeräte installiert sind.

Dies könnte für folgende Fälle nützlich sein:

  • Verwaltung der Werkzeuge
  • Medizinische oder Laborausstattung
  • Industrielle Instandhaltung
  • Baugruppenmontage
  • Unfertige Erzeugnisse
  • Wiederverwendbare Transportartikel

EM4425 unterstützt den HF-Betrieb gemäß ISO/IEC 15693 sowie die NFC-Forum-Typ-5-Funktionalität.

Dadurch kann dieselbe 13,56-MHz-Schnittstelle je nach Implementierung und Chipversion sowohl ein kompatibles HF-Nahbereichslesegerät als auch ein NFC-Gerät unterstützen.

Ist HF Plus NFC eine Zweifrequenzkombination?

Nein, nicht von sich aus.

Sowohl HF-RFID als auch NFC arbeiten mit einer Frequenz von 13,56 MHz.

Sie mögen zwar unterschiedliche Protokolle, Befehle, Lesereichweiten und Gerätetypen verwenden, nutzen jedoch dasselbe Frequenzband.

Beispielsweise unterstützt der EM4425:

  • ISO/IEC 15693 – Nahbereichskommunikation im Hochfrequenzbereich
  • Kommunikation mit NFC-Forum-Tags vom Typ 5
  • UHF-RAIN-RFID-Kommunikation

Dadurch verfügt das Produkt über mehrere Optionen für die Luftschnittstelle, wird jedoch weiterhin als Zweifrequenzgerät bezeichnet, da es zwei physikalische Frequenzbänder nutzt:

  • 13,56 MHz
  • 860–960 MHz

Die HF- und NFC-Funktionen nutzen in der Regel denselben HF-Antennenanschluss.

Welche Kombination ist in der Regel die beste?

Bei den meisten kommerziellen Projekten auf Artikelebene ist der beste Ausgangspunkt:

UHF-RFID + HF/NFC

Diese Kombination ist dann sinnvoll, wenn das Projekt beides erfordert:

  1. Automatisierte Betriebsüberwachung sowie
  2. Zwischenmenschliche Interaktion aus nächster Nähe.

Es ist weniger geeignet, wenn:

  • Es ist lediglich der Lagerbestand erforderlich
  • Es ist lediglich ein Weblink für das Smartphone erforderlich
  • Das Produkt ist äußerst kostengünstig
  • Der verfügbare Platz auf dem Etikett ist sehr begrenzt
  • Das Produkt enthält Metall oder Flüssigkeit, die bei der Konstruktion der Antenne nicht berücksichtigt wurden.
  • Das Unternehmen hat keine Pläne, die zweite Schnittstelle zu nutzen

Ein Zweifrequenz-Tag sollte nicht allein deshalb ausgewählt werden, weil es mehr technische Möglichkeiten bietet.

Beide Schnittstellen sollten ein definiertes geschäftliches Problem lösen.

Was ist der EM4425-Chip?

EM4425 ist die Bestellnummer für das Produkt von EM Microelectronic, das als em|echo-V.

Es handelt sich um einen passiven Zweifrequenz-RFID-Transponder-IC, der folgende Funktionen vereint:

  • RAIN RFID
  • ISO/IEC 15693 HF
  • Funktionalität von NFC-Forum-Tags vom Typ 5

Der Chip arbeitet in zwei Frequenzbereichen:

  • HF/NFC: 13,56 MHz
  • UHF: 860–960 MHz

Die UHF-Schnittstelle ist für Bestandsverwaltungs- und Logistikanwendungen mit großer Reichweite konzipiert. Die HF- und NFC-Schnittstelle unterstützt Interaktionen im Nahbereich, einschließlich produktbezogener Dienste über Smartphones.

EM Microelectronic bezeichnet das Produkt als RAINFC-Authentifizierungs-Transponder-IC, da es RAIN-RFID-Funktionen mit NFC-Interaktion und Sicherheitsfunktionen verbindet.

Besteht der EM4425 aus einem oder aus zwei Chips?

Der EM4425 vereint die unterstützten Funktionen auf einem einzigen Siliziumchip.

Dies unterscheidet sich von der Anordnung eines herkömmlichen NFC-Chips und eines herkömmlichen UHF-Chips auf demselben Etikett.

Eine Implementierung auf einem einzigen Chip bietet mehrere Vorteile:

  • Gemeinsame Chip-Identität
  • Gemeinsam genutzter konfigurierbarer Speicher
  • Geringeres Risiko von Datenabweichungen
  • Optionen für die Ein-Schritt-Kodierung
  • Koordinierte Sicherheitsfunktionen
  • Eine stärker integrierte Etikettenproduktion
  • Eine klarere Verknüpfung zwischen den NFC- und UHF-Datensätzen

Der Tag benötigt weiterhin zwei Antennenstrukturen:

  • Eine HF-Spulenantenne
  • Eine UHF-Antenne

Der Chip verfügt über separate Anschlüsse für die beiden Antennensysteme.

Ein einzelner EM4425-Chip allein liefert keine brauchbare Leseleistung. Der Inlay-Entwickler muss beide Antennen für das jeweilige Produkt, das Material und den Betriebsbereich entwickeln und abstimmen.

EM4425 – Unterstützte Standards

Der EM4425 unterstützt über seine beiden Schnittstellen mehrere Standards.

HF- und NFC-Schnittstelle

  • ISO/IEC 15693
  • ISO/IEC 18000-3 Modus 1
  • NFC-Forum-Tag vom Typ 5

UHF-Schnittstelle

  • ISO/IEC 18000-63
  • EPC Gen2v2
  • RAIN-RFID-Betrieb

Sicherheitsbezogene Schnittstelle

Der Chip unterstützt je nach gewählter Produktkonfiguration auch Funktionen gemäß ISO/IEC 29167-10.

Diese Kombination ermöglicht es einem Tag, mit folgenden Geräten zu kommunizieren:

  • Kompatible HF-Lesegeräte
  • NFC-fähige Geräte
  • UHF-EPC-Gen2-Lesegeräte

Die genau verfügbaren Funktionen hängen von der EM4425-Version und der Konfiguration des Chips ab.

EM4425 ist ein NFC-Chip vom Typ 5

EM4425 nutzt eine auf ISO/IEC 15693 basierende NFC-Forum-Schnittstelle vom Typ 5.

Er sollte nicht als NFC-Forum-Typ-2-Chip bezeichnet werden.

Sowohl Typ-2- als auch Typ-5-Tags unterstützen gängige NFC-Funktionen, doch ihre technischen Grundlagen unterscheiden sich.

Typ 5 ist insbesondere dann relevant, wenn dieselbe HF-Schnittstelle möglicherweise mit folgenden Komponenten zusammenarbeiten muss:

  • NFC-fähige Smartphones
  • ISO/IEC 15693-Nahbereichslesegeräte
  • Industrielle HF-Lesegeräte

Vor Produktionsbeginn sollte das komplette Tag mit den im Projekt tatsächlich verwendeten Smartphones, Anwendungen und Lesegeräten getestet werden.

Gemeinsamer Speicher für HF, NFC und UHF

Eines der Hauptmerkmale des EM4425 ist der konfigurierbare gemeinsame Speicher.

In den offiziellen Produktdaten wird ein insgesamt konfigurierbarer Speicherbereich von 2.048 Bit angegeben.

Der Speicher kann unter anderem für folgende Zwecke zugewiesen werden:

  • HF-Benutzerspeicher
  • UHF-Benutzerspeicher
  • UHF-EPC- oder UII-Kodierung
  • Speicherung digitaler Signaturen

Der UHF-EPC/UII-Bereich kann je nach der insgesamt zugewiesenen Speichergröße auf bis zu 480 Bit konfiguriert werden.

Dies ist nicht dasselbe wie die unabhängige Bereitstellung von 2.048 Bit für jede Schnittstelle. Der verfügbare Speicher wird entsprechend den Anforderungen der Anwendung aufgeteilt.

Beispielsweise kann ein Projekt mehr Speicher für Folgendes zuweisen:

  • Ein langes UHF-EPC
  • Produktinformationen zu NFC
  • UHF-Nutzerdaten
  • Informationen zur digitalen Authentifizierung

Der Speicherplan sollte vor der Massenkodierung festgelegt werden.

Gängige Seriennummern von ICs

EM4425 verfügt über eine einheitliche serielle Chip-Identität, die wie folgt dargestellt wird:

  • Eine 64-Bit-UID auf der HF-Seite
  • Eine 96-Bit-TID auf der UHF-Seite

Die gemeinsame zugrunde liegende Identität trägt dazu bei, die über die beiden Schnittstellen erfassten Daten miteinander zu verknüpfen.

Dies ist von Nutzen, da das Lager möglicherweise die UHF-Identität ausliest, während der Verbraucher später die NFC-Schnittstelle ausliest.

Das Backend kann beide Ereignisse demselben physischen Chip und Produkt zuordnen.

Benutzer sollten jedoch nicht davon ausgehen, dass die vollständige HF-UID, die UHF-TID und der EPC optisch identisch sind.

Diese Speicherstrukturen dienen unterschiedlichen technischen Zwecken. Im Rahmen des Datenbank- und Kodierungsdesigns muss festgelegt werden, wie sie miteinander verknüpft sind.

Einschrittige Kodierung

EM4425 ermöglicht die Codierung von Tags entweder über die HF- oder die UHF-Schnittstelle.

Dies kann die Produktion vereinfachen.

Ein Konverter- oder Produkthersteller ist möglicherweise in der Lage, gemeinsam genutzte Daten zu konfigurieren, ohne zwei unabhängige Chips in zwei getrennten Prozessen programmieren zu müssen.

Zu den Vorteilen können gehören:

  • Geringere Kodierungskomplexität
  • Weniger Abgleichfehler
  • Einfachere Serialisierung
  • Eine einheitlichere digitale Identität
  • Verbesserte Rückverfolgbarkeit der Produktion

Die Kodierungsstation muss weiterhin Software und Lesegeräte verwenden, die die erforderlichen Befehle und die erforderliche Speicherkonfiguration unterstützen.

EM4425 – Sicherheitsmerkmale

EM4425 bietet mehr als nur eine einfache Identifizierung.

Je nach bestellter Version und Konfiguration stehen folgende Funktionen zur Verfügung:

  • AES-128-Verschlüsselung
  • Webbasierte NFC-Authentifizierung
  • Digitale Signatur
  • Passwortgeschützter Speicher
  • Optionen für zufällige IDs
  • Einstellungen zum Datenschutz für Kunden
  • Zugriffszähler
  • UHF-Datenschutzfunktionen
  • Manipulationserkennung
  • Meldung von Manipulationsalarmen

Dank dieser Funktionen eignet sich der Chip für die Produktauthentifizierung und den Markenschutz.

Die Verwendung eines sicherheitsfähigen Chips führt jedoch nicht automatisch zu einer sicheren Anwendung.

Ein umfassendes Sicherheitssystem erfordert außerdem:

  • Sichere Schlüsselerzeugung
  • Geschützte Schlüsselübermittlung
  • Kontrollierte Personalisierung von Tags
  • Backend-Validierung
  • Sichere Domain- und Web-Infrastruktur
  • Anti-Replay-Logik
  • Ereignisüberwachung
  • Zugangskontrolle
  • Vorgehensweisen bei kompromittierten Schlüsseln

Ein Tag, das ausschließlich mit einer statischen URL programmiert ist, verfügt nicht allein deshalb über eine starke Authentifizierung, weil der zugrunde liegende Chip AES unterstützt.

Fähigkeit zur Manipulationserkennung

EM4425 verfügt über Anschlüsse für eine Manipulationsüberwachungsschleife.

Die Schleife kann in ein Etikett oder Siegel integriert werden, sodass der Chip feststellen kann, ob der leitende Pfad intakt ist oder unterbrochen wurde.

Mögliche Anwendungen sind:

  • Erkennung des Öffnens von Verpackungen
  • Garantiesiegel
  • Pharmazeutische Verpackungen
  • Elektronische Produktsiegel
  • Kfz-Bauteile
  • Verhinderung von Betrug bei Rücksendungen
  • Hochwertige Waren

Wenn ein Benutzer das Etikett über NFC oder UHF ausliest, kann das System den Manipulationsstatus melden.

Der Etikettenhersteller muss die physikalische Manipulationsschleife korrekt auslegen. Der IC allein kann das Öffnen der Verpackung nicht erkennen, es sei denn, die Schleife ist in die Etikettenkonstruktion integriert und über der vorgesehenen Öffnungsstelle positioniert.

EM4425: Speicherlebensdauer und Betriebsbedingungen

Im offiziellen Kurzdatenblatt heißt es:

  • Mindestens 100.000 Schreibzyklen
  • Eine Datenaufbewahrungsfrist von mindestens 50 Jahren unter den genannten Bedingungen
  • Ein Betriebstemperaturbereich von −40 °C bis +85 °C

Hierbei handelt es sich um Spezifikationen auf Chip-Ebene.

Das fertige Etikett kann aus folgenden Gründen einen engeren Einsatzbereich aufweisen:

  • Klebstoff
  • PET oder Papier als Obermaterial
  • Antenne aus Aluminium oder Kupfer
  • Schutzlaminat
  • Druckfarbe
  • Tamper-Loop-Konstruktion
  • Produktverpackung

Die Haltbarkeit eines fertigen RFID-Etiketts sollte daher anhand der vollständigen Tag-Spezifikation bewertet werden und nicht nur anhand des Datenblatts des ICs.

Was leistet der EM4425 im UHF-Bereich?

Über seine UHF-Schnittstelle unterstützt der EM4425 folgende Funktionen:

  • Bestandsaufnahme auf Artikelebene
  • Lagerinventur
  • Überprüfung des Wareneingangs und des Warenversands
  • Bestandsübersicht im Einzelhandel
  • Abwicklung von Produktrücksendungen
  • Asset-Verfolgung
  • Erfassung von Ereignissen in der Lieferkette
  • Automatisierte Identifizierung
  • Erfassung des Manipulationszustands

Mithilfe von UHF-RFID können mehrere mit Tags versehene Produkte gelesen werden, ohne dass eine direkte Sichtverbindung erforderlich ist.

Der tatsächliche Leseabstand hängt von folgenden Faktoren ab:

  • Abmessungen der Einlage
  • Entwurf einer UHF-Antenne
  • Leserleistung
  • Lesegerätantenne
  • Regionale Frequenz
  • Produktmaterial
  • Tag-Ausrichtung
  • Tags in der Nähe
  • Metall und Flüssigkeit
  • Installationsumgebung

Die Eingangsempfindlichkeit des Chips ist nicht gleichbedeutend mit einer garantierten Lesereichweite des fertigen Etiketts.

Was leistet der EM4425 über NFC?

Über NFC kann ein Nutzer mit einem kompatiblen Gerät auf das Tag tippen, um Zugriff auf Folgendes zu erhalten:

  • Produkt-Authentifizierung
  • Informationen zum Produkt
  • Digitale Anleitungen
  • Garantieregistrierung
  • Treueprogramme
  • Gutscheine
  • Seiten neu anordnen
  • Informationen zum Recycling
  • Rückgabebestätigung
  • Aufzeichnungen zur Wartung
  • Manipulationsstatus

Die NFC-Interaktion erfolgt gezielt und aus nächster Nähe.

Dies ist besonders dann von Nutzen, wenn ein Unternehmen möchte, dass der Nutzer mit einem bestimmten Objekt interagiert und nicht mit jedem in der Nähe befindlichen, mit einem Tag versehenen Objekt.

Typische Anwendungsbereiche des EM4425

Einzelhandel und Mode

Ein Zweifrequenz-Etikett ermöglicht die UHF-Bestandserfassung entlang der gesamten Lieferkette im Einzelhandel sowie die NFC-Interaktion, sobald das Produkt beim Kunden angekommen ist.

Zu den möglichen Funktionen gehören:

  • Seriennummernvergabe im Werk
  • Wareneingang im Distributionszentrum
  • Lagerbestand
  • Unterstützung beim Bezahlvorgang
  • Produkt-Authentifizierung
  • Pflegehinweise
  • Anmeldung zum Treueprogramm
  • Retourenmanagement
  • Überprüfung des Wiederverkaufs

Luxusgüter und Markenschutz

UHF kann für Transparenz in der Lieferkette sorgen, während NFC eine Echtheitsprüfung für den Kunden ermöglicht.

Die gemeinsame Chip-Identität erleichtert die Verknüpfung von Betriebsdaten und Kundeninteraktionen.

Zu den Produkten können gehören:

  • Handtaschen
  • Schuhe
  • Uhren
  • Zubehör
  • Sammlerstücke
  • Premium-Bekleidung

Die Sicherheitsarchitektur sollte so konzipiert sein, dass das einfache Kopieren und Wiederverwenden von URLs verhindert wird.

Verpackungen für Arzneimittel und das Gesundheitswesen

Mögliche Anwendungen sind:

  • Sichtbarkeit des Inventars
  • Prüfung der Verpackung
  • Informationen zum Produkt
  • Manipulationserkennung
  • Authentifizierung
  • Bearbeitung von Rücksendungen
  • Rückrufmanagement

Der Einsatz von RFID in pharmazeutischen und medizinischen Umgebungen kann behördlichen, materiellen und Validierungsanforderungen unterliegen. Das Datenblatt zum EM4425 enthält zudem Einschränkungen hinsichtlich der Verwendung des Chips als Komponente in sicherheitskritischen medizinischen Geräten.

Industriekomponenten

Ein Industriebauteil kann automatisch per UHF identifiziert werden, während ein Techniker NFC nutzt, um gezielt auf Folgendes zuzugreifen:

  • Montageanleitung
  • Wartungshistorie
  • Teileauthentifizierung
  • Sicherheitsunterlagen
  • Prüfformulare
  • Garantieangaben

Beispiele hierfür sind:

  • Pumpen
  • Motoren
  • Werkzeuge
  • Ersatzteile
  • Elektrische Komponenten
  • Baugruppen für die Automobilindustrie
  • Luft- und Raumfahrtkomponenten

Logistik für die Automobil- und Luftfahrtindustrie

EM Microelectronic nennt die Logistik in der Automobil- und Luftfahrtindustrie als Zielanwendungsbereiche.

UHF unterstützt:

  • Teilebestand
  • Produktionsablauf
  • Containerüberprüfung
  • Sendungsverfolgung

HF/NFC unterstützt folgende Funktionen:

  • Wartungszugang
  • Prüfung auf Teileebene
  • Authentifizierung
  • Kontrollierte Serviceinformationen

Das fertige Etikett muss die geforderten Anforderungen hinsichtlich Hitze, Chemikalien, Vibration, Flammwidrigkeit und Lebensdauer erfüllen.

Produktrückgaben und Kreislaufwirtschaft

Ein Zweifrequenz-Etikett kann auch nach dem ursprünglichen Verkauf noch von Nutzen sein.

UHF kann einem Lager dabei helfen, Rückgaben in großem Umfang zu bearbeiten, während NFC es einem Kunden, Techniker oder Wiederverkäufer ermöglicht, auf den individuellen Produktdatensatz zuzugreifen.

Zu den Anwendungsbereichen gehören:

  • Produktrückgaben
  • Reparatur
  • Sanierung
  • Mietprodukte
  • Weiterverkauf
  • Recycling
  • Pfandrückgabesysteme
  • Wiederverwendbare Verpackungen

EM4425 im Vergleich zu separaten NFC- und UHF-Chips

Ein Zweifrequenz-Tag kann entweder mit einem EM4425-Chip oder mit zwei unabhängigen RFID-Chips hergestellt werden.

FaktorEM4425-Ein-Chip-DesignGetrennte NFC- und UHF-Chips
ChipstandEinsZwei
AntennensystemeZweiZwei
SpeicherbeziehungGemeinsam nutzbar und konfigurierbarIn der Regel getrennt
IdentitätsbeziehungGemeinsame IC-IdentitätMuss in der Datenbank übereinstimmen
KodierungUnterstützt die Ein-Schritt-KodierungIn der Regel zwei Kodierungsprozesse
Risiko von DateninkonsistenzenBei korrekter Konfiguration niedrigerHöher, wenn keine Übereinstimmung bei den Datensätzen vorliegt
Flexibilität der FunktionenDefiniert durch die EM4425-ArchitekturChips können unabhängig voneinander ausgewählt werden
BeschaffungAbhängig von einem Zweifrequenz-ICUmfassendere Auswahl an Einzelchips
Inlay-DesignSpezialisiertEbenfalls spezialisiert
SicherheitVerfügbare integrierte FunktionenHängt von den ausgewählten Chips ab

Separate Chips können sinnvoll sein, wenn das Projekt Folgendes erfordert:

  • Ein spezieller NFC-Sicherheitschip
  • Ein spezieller Hochleistungs-UHF-Chip
  • Unabhängiger Speicher
  • Unabhängige Identitäten
  • Eine Funktion, die in einem Zweifrequenz-IC nicht verfügbar ist

EM4425 ist dann eine attraktive Option, wenn eine einheitliche Identität und ein gemeinsamer Speicher von größerer Bedeutung sind.

Die Antennenkonstruktion ist von entscheidender Bedeutung

Die Auswahl von EM4425 bedeutet nicht, dass die Produktentwicklung damit abgeschlossen ist.

Die fertige Einlage muss beides enthalten:

  • Eine korrekt abgestimmte 13,56-MHz-HF-Antenne
  • Eine korrekt abgestimmte UHF-Antenne

Die beiden Antennensysteme müssen innerhalb der verfügbaren Etikettenabmessungen Platz finden, ohne dass es zu unzulässigen Wechselwirkungen kommt.

Zu den gestalterischen Überlegungen gehören:

  • Größe der HF-Spule
  • Anzahl der Windungen der HF-Spule
  • Abmessungen des UHF-Dipols
  • Chip-Impedanz
  • Kopplung zwischen Antennen
  • Ausrichtung des Etiketts
  • Dielektrische Eigenschaften des Produkts
  • Regionale UHF-Abstimmung
  • Anordnung der Tamper-Schleife
  • Fertigungstoleranzen

Ein schlecht konzipiertes Zweifrequenz-Inlay kann zwar eine akzeptable NFC-Leistung, jedoch eine schwache UHF-Leistung aufweisen – oder umgekehrt.

Beide Schnittstellen sollten sowohl einzeln als auch als Gesamtprodukt getestet werden.

Regionale Unterschiede bei den UHF-Frequenzen

Die EM4425-UHF-Schnittstelle arbeitet auf Chip-Ebene im Frequenzbereich von 860 bis 960 MHz.

Allerdings verwenden die einzelnen Länder unterschiedliche regulatorische Teilbänder.

Zu den gängigen Beispielen gehören:

  • Europäische ETSI-Frequenzregion um 865–868 MHz
  • FCC-Frequenzbereich in den Vereinigten Staaten zwischen etwa 902 und 928 MHz
  • Sonstige nationale Frequenzzuweisungen innerhalb des breiter gefassten UHF-Bereichs

Die Einlegeantenne kann wie folgt beschaffen sein:

  • Für Europa optimiert
  • Für Nordamerika optimiert
  • Als Rundstrahl- oder Breitbandantenne konzipiert

Ein global einsetzbares Inlay bietet Flexibilität bei der Implantation, doch seine Spitzenleistung kann von der eines regionsspezifischen Designs abweichen.

Der Lieferant sollte Folgendes angeben:

  • Vorgesehener UHF-Bereich
  • Abmessungen der Einlage
  • Referenz-Leseabstand
  • Prüfmaterial
  • Konfiguration des Lesers
  • Orientierung
  • Ob das Etikett für den weltweiten Einsatz geeignet ist

Die Wirkung von Metall und Flüssigkeit

Metall und Flüssigkeit können die Eigenschaften beider Grenzflächen beeinflussen.

UHF reagiert besonders empfindlich auf:

  • Produkte mit hohem Wassergehalt
  • Getränke
  • Kosmetika
  • Menschliche Körper
  • Metallverpackungen
  • Elektronische Geräte
  • Batterien

HF/NFC kann zudem durch Metall gestört werden.

Wird das Etikett auf Metall angebracht, kann es je nach Ausführung erforderlich sein, dass:

  • Eine Ferritschicht
  • Ein Abstandhalter aus Schaumstoff
  • Eine spezielle On-Metal-Antenne
  • Ein Gehäuse für einen Hard-Tag
  • Produktspezifische Anpassung

Es sollte nicht davon ausgegangen werden, dass ein Standard-EM4425-Etikett aus Papier direkt auf einem Metallbehälter funktioniert.

Bei flüssigen Produkten sollten die Position und der Abstand der Etiketten an der befüllten Verpackung geprüft werden, nicht nur an einem leeren Muster.

Die Lesereichweite ist bei den beiden Schnittstellen unterschiedlich

Ein Zweifrequenz-Tag weist keine einheitliche Lesereichweite auf.

Die UHF-Schnittstelle kann unter geeigneten Bedingungen aus einer Entfernung von mehreren Metern ausgelesen werden.

Die NFC-Schnittstelle ist für eine Interaktion aus nächster Nähe vorgesehen, wobei das Mobiltelefon oder das Lesegerät in der Regel in die Nähe des Tags gehalten werden muss.

Die HF-Schnittstelle nach ISO/IEC 15693 kann bei Verwendung mit einem geeigneten industriellen HF-Lesegerät und einer entsprechenden Antenne eine größere Reichweite im Nahbereich bieten als herkömmliches NFC bei Smartphones.

Die tatsächliche Leistung hängt von der Art der Einlage und dem Lesegerät ab.

Benötigt das EM4425 eine Batterie?

Nr. EM4425 ist für passive Transponderanwendungen vorgesehen.

Es wird über das Feld eines HF-, NFC- oder UHF-Lesegeräts mit Energie versorgt.

Darin heißt es:

  • Kein Batteriewechsel
  • Dünne Etikettenkonstruktion
  • Lange Haltbarkeit
  • Geringerer Wartungsaufwand
  • Eignung für Einwegverpackungen

Ein passives Etikett sendet nicht kontinuierlich. Es reagiert nur, wenn es von einem kompatiblen Lesegerät mit Energie versorgt wird.

Können UHF und NFC gleichzeitig gelesen werden?

Beide Schnittstellen können auf den gemeinsamen Speicher zugreifen, doch in der offiziellen Produktdokumentation wird darauf hingewiesen, dass der Zugriff auf den Speicher nicht parallel erfolgt.

Wenn Befehle über beide Schnittstellen eingehen, erfolgt die Zuweisung des Speicherzugriffs auf der Grundlage der einzelnen Befehle.

Bei normalen Einsatzszenarien stellt dies selten eine praktische Einschränkung dar, da das Auslesen per UHF im Lager und das Antippen per NFC durch den Verbraucher in der Regel zu unterschiedlichen Zeitpunkten erfolgen.

Ein System sollte nicht davon ausgehen, dass zwei Leser denselben Speicherbereich gleichzeitig und ohne Abstimmung ändern können.

Kann NFC UHF-Daten verändern?

Der EM4425 kann so konfiguriert werden, dass die HF/NFC-Schnittstelle auf den gemeinsamen Speicher zugreift und bestimmte UHF-Datenschutzfunktionen steuert.

Dies führt zu nützlichen Arbeitsabläufen, erfordert jedoch auch eine sorgfältige Gestaltung der Zugriffskontrolle.

Beispielsweise sollte es nicht zulässig sein, dass eine Smartphone-Interaktion kritische EPC- oder Logistikdaten überschreibt, es sei denn, dieses Verhalten ist ausdrücklich beabsichtigt und geschützt.

Für Speicherbereiche kann Folgendes erforderlich sein:

  • Passwortschutz
  • Dauerhafte Verriegelung
  • Zugriffsberechtigungen
  • Gesteuerte Softwarebefehle
  • Backend-Autorisierung

Der Kodierungsplan sollte festlegen, welche Daten:

  • Für die Öffentlichkeit einsehbar
  • Passwortgeschützt
  • Dauerhaft gesperrt
  • Bearbeitbar über UHF
  • Bearbeitbar über HF/NFC

Eignet sich EM4425 zur Fälschungssicherung?

Es kann Teil eines Systems zur Fälschungsbekämpfung sein.

Zu den relevanten Merkmalen gehören:

  • Gemeinsame Chip-Identität
  • Unterstützung von AES-128
  • NFC-Webauthentifizierung
  • Digitale Signatur
  • Manipulationserkennung
  • Zugriffszähler
  • Passwortschutz

Die Wirksamkeit von Maßnahmen zur Fälschungsbekämpfung hängt jedoch von deren Umsetzung ab.

Eine statische NFC-URL kann auf ein anderes Tag kopiert werden. Ein gedruckter QR-Code kann ebenfalls kopiert werden. Für einen stärkeren Schutz ist eine dynamische oder kryptografische Validierung erforderlich, die mit dem Backend verknüpft ist.

Im Rahmen des Projekts sollte Folgendes festgelegt werden:

  • Bedrohungsmodell
  • Authentifizierungsablauf
  • Eigentumsverhältnisse
  • Verfahren zur Personalisierung von Tags
  • Verfahren zur Servervalidierung
  • Reaktion auf wiederholte oder verdächtige Abtastvorgänge
  • Behandlung von Manipulationsereignissen
  • Datenschutzerklärung

Wann sollten Sie sich für EM4425 entscheiden?

EM4425 ist eine hervorragende Wahl, wenn für dasselbe Produkt folgende Anforderungen gelten:

  • UHF-Lieferkettenverfolgung
  • NFC-Smartphone-Interaktion
  • Gemeinsame Identität der Kanäle
  • Gemeinsam genutzter konfigurierbarer Speicher
  • Produkt-Authentifizierung
  • Manipulationserkennung
  • Langfristige Produktinformationen
  • Rücklauf- oder Kreislaufwirtschaftsprozesse

Dies eignet sich besonders dann, wenn sowohl Geschäftsanwender als auch Endnutzer mit demselben Tag interagieren müssen.

Wann ist EM4425 nicht erforderlich?

Ein weniger komplexer Chip kann kostengünstiger sein, wenn die Anwendung lediglich Folgendes erfordert:

  • UHF-Lagerbestandserfassung
  • Eine einfache NFC-URL
  • Standard-Zugangskontrolle
  • LF-Tierkennzeichnung
  • Eine einmalige Identifikationsnummer
  • Ein kostengünstiges Einwegetikett, das keinen zusätzlichen Arbeitsschritt erfordert

Durch die Erweiterung um die Zweifrequenzfunktion werden folgende Vorteile erzielt:

  • Chipkosten
  • Komplexität der Einlegearbeiten
  • Antennenfläche
  • Umrechnungsvorschriften
  • Prüfanforderungen
  • Arbeiten zur Software-Integration

Die zweite Frequenz sollte einen messbaren betrieblichen oder Kundennutzen bieten.

EM4425 ist kein RFID-Chip für Tiere

EM4425 ist nicht mit den Tierchips nach ISO 11784/11785 zu verwechseln.

Bei der Tierkennzeichnung werden üblicherweise niedrige Frequenzen um 134,2 kHz mit den Protokollen FDX-B oder HDX verwendet.

Anwendungsbereiche des EM4425:

  • 13,56 MHz HF/NFC
  • 860–960 MHz UHF

Es ist in erster Linie für die Artikelverwaltung, die Nachverfolgung der Lieferkette, die Authentifizierung und die Kundenbindung konzipiert.

Es handelt sich nicht um einen Ersatz für eine zugelassene Ohrmarke für Rinder, einen Mikrochip oder einen Pansenbolus-Transponder im Rahmen eines offiziellen Programms zur Rückverfolgbarkeit von Nutztieren.

So konfigurieren Sie einen EM4425-Zweifrequenz-Tag

Eine klare Angebotsanfrage sollte die folgenden Angaben enthalten.

Anwendung

Erläutern Sie, für wen das Etikett bestimmt ist:

  • Einzelhandelsbestand
  • Produkt-Authentifizierung
  • Industrielle Ortung
  • Engagement der Verbraucher
  • Manipulationserkennung
  • Kfz-Teile
  • Pharmazeutische Verpackungen
  • Retourenmanagement

Produktmaterial

Geben Sie an, auf welches Element das Etikett angewendet werden soll:

  • Pappe
  • Kunststoff
  • Glas
  • Metall
  • Verpackungen für Flüssigkeiten
  • Textil
  • Elektronik
  • Holz

Tag-Abmessungen

Bitte geben Sie Folgendes an:

  • Länge
  • Breite
  • Maximale Dicke
  • Aufstellfläche
  • Orientierung

UHF-Region

Geben Sie die angestrebten Märkte an:

  • Europa
  • Nordamerika
  • Asien
  • Weltweit

NFC-Funktion

Legen Sie fest, ob NFC folgende Funktionen bereitstellen soll:

  • Statische URL
  • Authentifizierung
  • Informationen zum Produkt
  • Garantieregistrierung
  • App-Interaktion
  • Treueprogramm
  • Manipulationsstatus

Speicherzuweisung

Definieren Sie die erforderlichen:

  • EPC-Länge
  • UHF-Benutzerspeicher
  • HF-Benutzerspeicher
  • Digitale Signatur
  • NDEF-Inhalte

Sicherheit

Geben Sie an, ob für das Projekt Folgendes erforderlich ist:

  • AES-Authentifizierung
  • Passwortschutz
  • Manipulationsschleife
  • Zugriffszähler
  • Privatsphäre-Modus
  • Gesperrter EPC
  • Backend-Überprüfung

Produktionsdienstleistungen

Bitte bestätigen Sie, ob der Lieferant Folgendes bereitstellen muss:

  • UHF-Codierung
  • NFC-Kodierung
  • Variabler Druck
  • QR-Code
  • Abgleich der Seriennummern
  • Umwandlung der Tamper-Schleife
  • Datenbankdatei
  • Prüfbericht

So testen Sie einen EM4425-Tag

Die Tests sollten beide Schnittstellen separat abdecken.

UHF-Tests

Messen Sie:

  • Entfernung lesen
  • Massenleserate
  • Orientierungssensibilität
  • Leistung des Portals
  • Leistung der Kartonverpackung
  • Regionaler Frequenzgang
  • Leistung des Endprodukts
  • Verhalten in der Nähe von Metall oder Flüssigkeiten
  • EPC und Genauigkeit des Benutzerspeichers

HF- und NFC-Tests

Messen Sie:

  • Smartphone-Kompatibilität
  • Position antippen
  • NDEF-Messwert
  • Leistung von ISO/IEC 15693-Lesegeräten
  • Authentifizierungsantwort
  • Passwortgeschützter Zugriff
  • Zugriffszähler
  • Benutzererfahrung

Tests mit gemeinsamem Speicher

Bestätigen Sie:

  • Die UHF- und NFC-Datensätze beziehen sich auf dasselbe Produkt
  • Die Speicherzuweisung ist korrekt
  • Gesperrte Bereiche können nicht geändert werden
  • Die vorgesehenen Bereiche bleiben beschreibbar
  • Die Kodierungsdateien stimmen mit den gedruckten Informationen überein
  • Die Daten im Backend stimmen mit der Chip-Identität überein

Manipulationsprüfungen

Bestätigen Sie:

  • Die Schleife ist vor dem Öffnen intakt.
  • Das Öffnen der Verpackung unterbricht den vorgesehenen Weg
  • Der Chip erfasst oder meldet den korrekten Zustand
  • Die unterbrochene Schleife lässt sich nicht ohne Weiteres wiederherstellen
  • Sowohl die NFC- als auch die UHF-Lesegeräte zeigen den erwarteten Status an

Umweltprüfungen

Je nach Anwendung sollten Sie Folgendes prüfen:

  • Wärme
  • Kalt
  • Luftfeuchtigkeit
  • UV-Belichtung
  • Abrieb
  • Chemikalien
  • Anspannen
  • Öffnen der Verpackung
  • Alterung von Klebstoffen
  • Transportvibrationen

Endgültige Antwort: Welche Zweifrequenzkombination ist die beste?

Für die meisten Anwendungen in den Bereichen Einzelhandel, Lieferkette, Authentifizierung und Kundenbindung ist folgende Kombination am sinnvollsten:

13,56 MHz HF/NFC + 860–960 MHz UHF-RFID

UHF ermöglicht die Identifizierung großer Mengen über große Entfernungen. HF/NFC ermöglicht den Zugriff im Nahbereich über Smartphones und industrielle Lesegeräte.

LF-Kombinationen mögen zwar für die Tierkennzeichnung, die Zugangskontrolle oder ältere industrielle Systeme geeignet sein, bieten jedoch nicht dieselbe Ausgewogenheit zwischen Automatisierung der Lieferkette und Interaktion mit dem Verbraucher.

Endgültige Antwort: Was ist EM4425?

EM4425, auch als em|echo-V bezeichnet, ist ein passiver Zweifrequenz-RFID-Chip von EM Microelectronic.

Es vereint:

  • ISO/IEC 15693 HF
  • NFC-Forum Typ 5
  • ISO/IEC 18000-63 UHF
  • EPC Gen2v2
  • Gemeinsam genutzter konfigurierbarer Speicher
  • Eine einheitliche IC-Identität
  • Optionale AES-128-Authentifizierung
  • Digitale Signatur
  • Passwortschutz
  • Manipulationserkennung

Es wurde entwickelt, um RAIN-RFID-Anwendungen mit großer Reichweite mit HF- und NFC-Interaktionen im Nahbereich zu verbinden.

Der Chip ist besonders nützlich, wenn ein physischer Gegenstand über die gesamte Lieferkette hinweg nachverfolgt und später von einem Kunden, einem Techniker oder einem anderen berechtigten Nutzer abgerufen werden muss.

Häufig gestellte Fragen

Welche beiden Frequenzen nutzt der EM4425?

Der EM4425 nutzt für seine HF- und NFC-Schnittstelle die Frequenz 13,56 MHz und unterstützt den UHF-Betrieb im Frequenzbereich von 860 bis 960 MHz.

Ist der EM4425 ein NFC- und UHF-Chip?

Ja. Es vereint NFC-Forum-Typ-5- und ISO/IEC 15693-HF-Funktionalität mit RAIN-UHF-RFID.

Ist der EM4425 ein NFC-Typ-2-Chip?

Nein. Das EM4425 unterstützt die NFC-Forum-Typ-5-Tag-Funktionalität auf der Grundlage der Norm ISO/IEC 15693.

Enthält der EM4425 zwei separate Chips?

Nein. Die unterstützten Schnittstellen sind auf einem einzigen Siliziumchip integriert. Das fertige Inlay benötigt jedoch weiterhin separate HF- und UHF-Antennenstrukturen.

Verfügt der EM4425 über einen gemeinsamen Speicher?

Ja. Es verfügt über 2.048 Bit konfigurierbaren Speicher, der auf den HF-Anwenderspeicher, den UHF-Anwenderspeicher, EPC/UII sowie Funktionen für digitale Signaturen aufgeteilt werden kann.

Kann ein EM4425-Etikett mit einem Smartphone gelesen werden?

Die NFC-Schnittstelle ist für kompatible NFC-Geräte ausgelegt. Die Kompatibilität mit Smartphones sollte mit der ausgewählten EM4425-Version, der NDEF-Konfiguration, den jeweiligen Smartphone-Modellen und der Software getestet werden.

Kann der EM4425 aus einer Entfernung von mehreren Metern abgelesen werden?

Die UHF-Schnittstelle ermöglicht das Auslesen aus großer Entfernung, wenn sie an eine geeignete UHF-Antenne angeschlossen ist. Die tatsächliche Reichweite hängt vom Inlay, vom Produkt, vom Lesegerät, von der Region und von den Umgebungsbedingungen ab.

Benötigt der Chip eine Batterie?

Nr. EM4425 ist ein passiver Transponderchip, der durch das Lesefeld mit Energie versorgt wird.

Können die UHF- und NFC-Schnittstellen dieselbe Produktnummer verwenden?

Sie können über den gemeinsamen Speicher und die gemeinsame Chip-Identität miteinander verknüpft werden. Da es sich bei EPC, UHF-TID und HF-UID um unterschiedliche technische Bereiche handelt, muss in der Datenarchitektur festgelegt werden, wie diese miteinander in Beziehung gesetzt werden.

Kann EM4425 auf Metall verwendet werden?

Nicht als standardmäßige Allzweck-Papierauskleidung ohne vorherige Prüfung. Metall kann beide Antennensysteme verstimmen. Möglicherweise ist eine Metallkonstruktion, eine Ferritschicht, ein Abstandhalter oder eine Spezialantenne erforderlich.

Kann der EM4425 das Öffnen einer Verpackung erkennen?

Es unterstützt eine Manipulationsschleifen-Schnittstelle. Der Etikettenkonverter muss eine physikalische leitfähige Schleife in die Verpackung oder Versiegelung integrieren.

Ist EM4425 für Ohrmarken bei Rindern geeignet?

Es handelt sich nicht um einen standardmäßigen Niederfrequenz-Chip zur Tierkennzeichnung gemäß ISO 11784/11785. Für die amtliche Rinderkennzeichnung sind in der Regel zugelassene LF-Tiertransponder erforderlich.

Lohnt sich der Aufpreis für UHF plus NFC immer?

Nein. Der Einsatz von Dualfrequenz-Tags ist dann sinnvoll, wenn das Projekt sowohl eine automatisierte Fernverfolgung als auch eine Interaktion im Nahbereich erfordert. Ein Einfrequenz-Tag ist in der Regel kostengünstiger, wenn nur ein Arbeitsablauf erforderlich ist.

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